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Wie sicher ist Ihr Elektrofahrzeug vor Feuer?

Elektrofahrzeuge (EVs) sind oft Gegenstand von Missverständnissen, wenn es um das Brandrisiko geht. Viele glauben, dass EVs leichter in Brand geraten, doch wir möchten hier mit diesen Mythen aufräumen und Ihnen die Fakten zu EV-Bränden präsentieren.

Statistiken zu Bränden von Elektrofahrzeugen

In einer kürzlich durchgeführten Studie vonAutoInsuranceEZEine amerikanische Versicherungsgesellschaft untersuchte 2021 die Häufigkeit von Autobränden. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (die herkömmlichen Benzin- und Dieselfahrzeuge) wiesen deutlich mehr Brände auf als vollelektrische Fahrzeuge. Die Studie ergab, dass bei Benzin- und Dieselfahrzeugen 1530 Brände pro 100.000 Fahrzeuge auftraten, während nur 25 von 100.000 vollelektrischen Fahrzeugen Feuer fingen. Diese Ergebnisse belegen eindeutig, dass Elektrofahrzeuge tatsächlich weniger brandgefährdet sind als ihre benzinbetriebenen Pendants.

Diese Statistiken werden zudem durch Folgendes untermauert:Tesla-Auswirkungsbericht 2020Laut dieser Studie kommt es bei Tesla-Fahrzeugen zu einem Brand pro 205 Millionen gefahrene Meilen. Im Vergleich dazu zeigen in den USA erhobene Daten, dass es bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor pro 19 Millionen gefahrene Meilen zu einem Brand kommt. Diese Fakten werden zusätzlich durch folgende Angaben untermauert:Australisches Bauvorschriftenamt,Die bisherigen weltweiten Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen deuten darauf hin, dass bei ihnen die Wahrscheinlichkeit, in einen Brand verwickelt zu werden, geringer ist als bei Verbrennungsmotoren.

Warum ist die Brandgefahr bei Elektrofahrzeugen geringer als bei Verbrennern? Die in Elektroauto-Batterien verwendete Technologie ist speziell darauf ausgelegt, ein thermisches Durchgehen zu verhindern und macht sie dadurch sehr sicher. Zudem setzen die meisten Hersteller von Elektroautos aufgrund ihrer überlegenen Leistung und Vorteile auf Lithium-Ionen-Batterien. Im Gegensatz zu Benzin, das sich bei Kontakt mit einem Funken oder einer Flamme sofort entzündet, benötigen Lithium-Ionen-Batterien Zeit, um die für die Zündung notwendige Temperatur zu erreichen. Folglich stellen sie ein deutlich geringeres Risiko für Brände oder Explosionen dar.

Darüber hinaus verfügt die Elektromobilität über zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zur Brandverhütung. Die Batterien sind von einem mit Kühlflüssigkeit gefüllten Kühlmantel umgeben, der eine Überhitzung verhindert. Selbst bei einem Ausfall der Kühlflüssigkeit sind die Batterien in Clustern angeordnet, die durch Brandschutzwände voneinander getrennt sind, wodurch der Schaden im Falle einer Fehlfunktion begrenzt wird. Eine weitere Maßnahme ist die elektrische Isolationstechnologie, die die Stromzufuhr zu den Batterien im Falle eines Unfalls unterbricht und so das Risiko von Stromschlägen und Bränden reduziert. Das Batteriemanagementsystem spielt zudem eine wichtige Rolle bei der Erkennung kritischer Zustände und der Einleitung von Gegenmaßnahmen, um thermisches Durchgehen und Kurzschlüsse zu verhindern. Zusätzlich sorgt das thermische Managementsystem dafür, dass der Akku im sicheren Temperaturbereich bleibt, indem es Techniken wie aktive Luftkühlung oder Flüssigkeitskühlung einsetzt. Es verfügt außerdem über Entlüftungsöffnungen, um bei höheren Temperaturen entstehende Gase abzuführen und so den Druckaufbau zu reduzieren.

Elektrofahrzeuge sind zwar weniger brandgefährdet, dennoch ist es wichtig, die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Risiken zu minimieren. Nachlässigkeit und das Nichtbeachten empfohlener Richtlinien können die Brandgefahr erhöhen. Hier einige Tipps für die optimale Pflege Ihres Elektrofahrzeugs:

  1. Hitzeeinwirkung minimieren: Parken Sie Ihr Elektrofahrzeug bei heißem Wetter nicht in der prallen Sonne oder in heißen Umgebungen. Am besten parken Sie es in einer Garage oder an einem kühlen, trockenen Ort.
  2. Achten Sie auf die Anzeichen eines Akkuverlusts: Überladung kann die Batterie schädigen und die Gesamtkapazität mancher Elektrofahrzeuge verringern. Vermeiden Sie es, den Akku vollständig aufzuladen. Trennen Sie das Elektrofahrzeug vom Stromnetz, bevor der Akku vollständig geladen ist. Lithium-Ionen-Akkus sollten jedoch nicht vollständig entladen werden, bevor sie wieder aufgeladen werden. Laden Sie den Akku idealerweise zwischen 20 % und 80 % seiner Kapazität auf.
  3. Vermeiden Sie das Überfahren scharfer Gegenstände: Schlaglöcher oder spitze Steine ​​können die Batterie beschädigen und ein erhebliches Risiko darstellen. Sollte ein Schaden auftreten, bringen Sie Ihr Elektrofahrzeug umgehend zu einer qualifizierten Werkstatt zur Überprüfung und Reparatur.

Wenn Sie die Fakten verstehen und die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen treffen, können Sie die Vorteile von Elektrofahrzeugen unbesorgt genießen, da Sie wissen, dass bei ihrer Konstruktion die Sicherheit höchste Priorität hat.

Bei Fragen oder Anliegen können Sie sich jederzeit an uns wenden:

E-Mail:[email protected]

 

 

 


Veröffentlichungsdatum: 15. September 2023